Tödliche Kollision in der Nacht: Autofahrer erfasst Mofafahrer (60) – Polizei sucht Zeugen

(Friltschen TG). Ein Mofafahrer wurde in der Nacht zum Donnerstag in Friltschen von einem Auto erfasst und verstarb noch auf der Unfallstelle.

Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.

Polizei.news | Kanton Thurgau | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ereignis: Tödlicher Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Mofa.
  • Ort: Märwilerstrasse, Höhe Bommelisegg, Friltschen TG.
  • Datum: Donnerstag, 5. November 2026.
  • Uhrzeit: Kurz nach Mitternacht.
  • Fahrtrichtung: Von Mettlen in Richtung Märwil.
  • Unfallhergang: Ein Auto kollidierte mit einem vorausfahrenden Mofa.
  • Todesopfer: 60-jähriger Schweizer auf dem Mofa.
  • Autofahrer: 60 Jahre alt.
  • Rettungsversuche: Reanimation durch Drittpersonen und Rettungsdienst blieb erfolglos.
  • Sachschaden: Mehrere tausend Franken.
  • Unfallursache: Noch ungeklärt.
  • Ermittlungen: Kriminaltechnischer Dienst der Kantonspolizei Thurgau.
  • Weitere Massnahmen: Blut- und Urinprobe beim Autofahrer angeordnet.
  • Verkehr: Märwilerstrasse während mehrerer Stunden gesperrt.
  • Zeugen: Hinweise an den Kantonspolizeiposten Weinfelden, Telefon 058 345 25 00.

Ein 60-jähriger Autofahrer war kurz nach Mitternacht auf der Märwilerstrasse von Mettlen in Richtung Märwil unterwegs. Höhe Bommelisegg kam es aus noch ungeklärten Gründen zur Kollision mit einem Mofafahrer, der vor ihm in dieselbe Richtung fuhr. Der ebenfalls 60-jährige Schweizer wurde so schwer verletzt, dass er trotz Reanimation durch Drittpersonen und den Rettungsdienst noch vor Ort verstarb. Es entstand Sachschaden in der Höhe von mehreren tausend Franken.

Zur Spurensicherung kam der Kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei Thurgau vor Ort. Die Feuerwehr Bussnang sperrte die Strasse für mehrere Stunden und leitete den Verkehr um. Die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen ordnete beim Autofahrer eine Blut- und Urinprobe an.


Zeugenaufruf

Wer Angaben zum Unfallhergang oder andere sachdienliche Hinweise machen kann, soll sich bitte beim Kantonspolizeiposten Weinfelden unter der Nummer 058 345 25 00 melden.


 

Quelle: Kantonspolizei Thurgau
Bildquelle: Kantonspolizei Thurgau


Polizei.news informiert | Sicherheit bei Dunkelheit

Mofa und Auto bei Nacht: Gefahren früh erkennen

Auf Landstrassen treffen nachts Fahrzeuge mit sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten aufeinander. Besonders Menschen auf Mofas, Velos und anderen Zweirädern sind bei einem Zusammenstoss einem hohen Verletzungsrisiko ausgesetzt. Entscheidend sind deshalb eine gute Sichtbarkeit, eine funktionierende Fahrzeugbeleuchtung sowie genügend Abstand und Aufmerksamkeit. Die nachfolgenden Sicherheitshinweise gelten allgemein. Über die Ursache des tödlichen Unfalls in Friltschen sagen sie nichts aus.

1. Rücklichter vor der Fahrt kontrollieren

Wer mit einem Mofa unterwegs ist, sollte vor jeder Nachtfahrt prüfen, ob die vorgeschriebene Beleuchtung funktioniert. Besonders wichtig ist das nach hinten gerichtete rote Licht, damit nachfolgende Fahrzeuge das Zweirad frühzeitig erkennen können. Auch das vordere Licht muss funktionieren und richtig eingestellt sein. Verschmutzte oder beschädigte Leuchten beeinträchtigen die Sichtbarkeit. Eine regelmässige Kontrolle von Beleuchtung und Rückstrahlern ist deshalb eine einfache, aber wichtige Sicherheitsmassnahme.

2. Reflektoren machen Zweiradfahrende sichtbarer

Neben der Fahrzeugbeleuchtung können reflektierende Materialien die Erkennbarkeit deutlich verbessern. Besonders wirksam sind Reflektoren an beweglichen Körperstellen, etwa an Armen oder Beinen. Sie helfen anderen Verkehrsteilnehmenden, eine Person frühzeitig als Zweiradfahrerin oder Zweiradfahrer wahrzunehmen. Auch helle Kleidung oder eine reflektierende Weste können sinnvoll sein. Wichtig ist jedoch: Zusätzliche Sichtbarkeitshilfen ersetzen die vorgeschriebene Fahrzeugbeleuchtung nicht.

3. Autofahrende müssen innerhalb der Sichtweite anhalten können

Bei Dunkelheit ist die Sichtweite häufig geringer als bei Tageslicht. Das gilt insbesondere auf unbeleuchteten Strassen und bei eingeschränkter Sicht durch Regen oder Nebel. Autofahrende müssen ihre Geschwindigkeit deshalb so wählen, dass sie auf erkennbare Hindernisse rechtzeitig reagieren und unter den gegebenen Bedingungen sicher anhalten können. Wer nur mit Abblendlicht fährt, muss dessen begrenzte Reichweite berücksichtigen. Besonders auf Landstrassen ist es wichtig, den Blick weit vorauszurichten und mit langsameren Fahrzeugen zu rechnen.

4. Geschwindigkeitsunterschiede nicht unterschätzen

Mofas sind in der Regel wesentlich langsamer unterwegs als Autos. Auf Strecken mit höheren erlaubten Geschwindigkeiten können sich nachfolgende Fahrzeuge deshalb rasch nähern. Autofahrende sollten die Geschwindigkeit vorausfahrender Zweiräder frühzeitig einschätzen und genügend Abstand halten. Auch Mofafahrende profitieren von einer vorausschauenden Fahrweise und einer gut erkennbaren Position auf der Fahrbahn. Ein zu geringer Abstand kann insbesondere dann gefährlich werden, wenn unerwartet gebremst oder ausgewichen werden muss.

5. Beim Überholen ausreichend Seitenabstand einhalten

Wer ein Mofa überholt, muss einen ausreichenden seitlichen Sicherheitsabstand einhalten. Zweiräder können beispielsweise wegen Unebenheiten, Schlaglöchern oder Windbewegungen ihre Fahrlinie leicht verändern. Deshalb darf nicht zu knapp überholt werden. Bei Dunkelheit ist zusätzlich darauf zu achten, dass die Strasse weit genug überblickbar ist und kein Gegenverkehr gefährdet wird. Ist ein sicheres Überholen nicht möglich, bleibt das Auto hinter dem Zweirad, bis genügend Platz und Sicht vorhanden sind.

6. Müdigkeit und Ablenkung vermeiden

Fahrten in der Nacht verlangen besondere Konzentration. Müdigkeit kann Aufmerksamkeit, Reaktionsgeschwindigkeit und die Fähigkeit zur Einschätzung von Verkehrssituationen beeinträchtigen. Wer Anzeichen von Übermüdung bemerkt, sollte die Fahrt an einem geeigneten Ort unterbrechen und sich erholen. Auch die Bedienung von Navigationsgeräten oder Mobiltelefonen lenkt vom Verkehrsgeschehen ab. Vor allem auf unbeleuchteten Strassen kann schon eine kurze Unaufmerksamkeit dazu führen, dass ein vorausfahrendes Zweirad zu spät wahrgenommen wird.

7. Nach einem schweren Verkehrsunfall richtig helfen

Wer einen schweren Verkehrsunfall beobachtet, sollte zuerst die Unfallstelle sichern, ohne sich selbst zu gefährden. Alarmieren Sie den Rettungsdienst über 144 und bei Bedarf die Polizei über 117. Machen Sie möglichst genaue Angaben zum Unfallort und zum Zustand der betroffenen Personen. Ist jemand bewusstlos und atmet nicht normal, muss unverzüglich mit der Wiederbelebung begonnen werden. Die Notrufzentrale kann telefonisch durch die notwendigen Massnahmen führen. Bei Verdacht auf schwere Verletzungen sollten Betroffene nicht unnötig bewegt werden, ausser wenn eine unmittelbare Gefahr besteht oder lebensrettende Massnahmen dies erfordern.

Gut zu wissen: Die eigene Sichtbarkeit wird häufig überschätzt. Nur weil ein Mofafahrer die Scheinwerfer eines Autos gut erkennen kann, bedeutet das nicht, dass er selbst für dessen Lenker bereits deutlich sichtbar ist. Licht, reflektierende Materialien und eine vorausschauende Fahrweise ergänzen sich und können helfen, gefährliche Situationen früher zu erkennen.

Praktischer Tipp: Kontrollieren Sie vor einer Nachtfahrt mit dem Mofa das Vorder- und Rücklicht sowie die Rückstrahler. Tragen Sie nach Möglichkeit reflektierende Elemente an Kleidung oder Helm. Wer Auto fährt, sollte bei Dunkelheit besonders auf langsamere Zweiräder achten, die Geschwindigkeit an die Sichtweite anpassen und genügend Abstand einhalten. Diese einfachen Gewohnheiten können die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden erhöhen.

Weitere Informationen: Hinweise zur Sicherheit bei Nacht, zum richtigen Verhalten nach Unfällen und zur Sichtbarkeit im Strassenverkehr finden Sie bei Polizeinews Prävention.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion

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