Schweiz: Vorsicht vor AliExpress-Mail – Cyberkriminelle stehlen Kreditkartendaten
Eine angebliche Paketbenachrichtigung im Namen von AliExpress führt auf eine professionell gestaltete Website, die Schritt für Schritt durch einen fingierten Lieferprozess führt und am Ende eine kleine Versandgebühr per Kreditkarte fordert.
Cyberkriminelle versenden derzeit Phishing-E-Mails im Namen von AliExpress. Ziel ist es, Kreditkartendaten und persönliche Informationen von Betroffenen zu stehlen.
Die Betrugsmasche
Die E-Mail behauptet, ein nicht abgeholtes AliExpress-Paket warte auf die Zustellung. Über den Button «WEITERMACHEN» gelangt man auf eine professionell gestaltete Phishing-Seite.
Dort werden zunächst scheinbar harmlose Fragen zur gewünschten Zustellung gestellt, etwa zum Lieferort und zur Art des Paketempfangs.
Anschliessend wird eine angebliche Bestellbestätigung angezeigt und behauptet, für die Zustellung seien Versandkosten von CHF 1.95 zu bezahlen.
Im nächsten Schritt fordert die Website persönliche Angaben wie Name, Adresse, E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Danach werden die Betroffenen auf eine gefälschte Zahlungsseite weitergeleitet, auf der die Kreditkartendaten eingegeben werden sollen.
Nach der Eingabe erscheint eine fingierte Fehlermeldung, die dazu verleiten soll, die Kartendaten erneut einzugeben oder eine weitere Kreditkarte zu verwenden.
Die erfassten Angaben gelangen dadurch direkt in die Hände der Cyberkriminellen, die damit missbräuchliche Zahlungen auslösen oder weitere Betrugsdelikte begehen können.
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Was muss ich tun?
- Leiten Sie potenzielle Betrugs-E-Mails an Cybercrimepolice.ch weiter.
- Ignorieren Sie das E-Mail und löschen oder verschieben Sie es in Ihren Junk- beziehungsweise Spam-Ordner.
- Folgen Sie niemals Links aus E-Mails, SMS oder anderen Nachrichten beziehungsweise Websites, da diese optisch manipuliert oder verändert sein können.
- Geben Sie nie sensible Daten von sich preis, wenn Sie vorgängig keine gründlichen Abklärungen getätigt haben.
- Im Zweifelsfall ist es ratsam, direkt beim betreffenden Unternehmen nachzufragen, um die Seriosität beziehungsweise Legitimität der E-Mail zu klären.
Ich habe meine Daten preisgegeben
- Informieren Sie umgehend Ihr Finanzinstitut und lassen Sie die involvierten Bank- beziehungsweise Debitkarten sperren.
- Begeben Sie sich nach telefonischer Voranmeldung zu Ihrer örtlichen Stelle der Kantonspolizei und erstatten Sie Anzeige.
Quelle: Cybercrimepolice.ch
Bildquelle: Cybercrimepolice.ch
